Nachlese

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Blasiusessen 2016


Am Dienstag, 2. Februar 2016 fand das traditionelle Blasiusessen des Heimatbundes Lippstadt in der Senfmühle statt.
Vorstand und Beirat begrüßten eine Abordnung des Vereins für Geschichte und Heimatpflege Soest unter der Führung ihrer Vorsitzenden Frau Ilse Maas-Steinhoff. Bei leckerem Essen ergaben sich in geselliger Runde viele Gespräche zwischen den Soestern und den Lippstädtern, über Gemeinsamkeiten beider Vereine und auch über unterschiedliche Bedingungen in beiden Städten. Frau Maas-Steinhoff überreichte ein "Soester Überlebenspaket" mit allerlei Spezialitäten aus der Bördestadt an Dr. Marlies Wigge, die Vorsitzende.
Beide Vereine wollen sich demnächst noch einmal zu einer Exkursion treffen, um Veränderungen an markanten Bauten in beiden Städten, dem Burghofmuseum in Soest und dem Lippstädter Metzgeramtshaus zu besichtigen.

 

Brücken in Lippstadt

Die Cappeltorbrücke als die wohl älteste Brücke der Stadt war Ausgangspunkt einer besonderen Brückentour des Heimatbundes Lippstadt. Mit Ausbau der Festung und nach der Anlegung des Kanals entstanden in Lippstadt besonders im Norden zahlreichen Brücken und Wehre, die alle eine interessante Baugeschichte haben. Die Finanzierung der Brückenerneuerung war oft problematisch, so dass dankbare Stadtväter dem unterstützenden Fürsten zur Lippe die entsprechende Brücke widmeten (Leopoldsbrücke am Lippertor). An dieser Stelle wurde auch lange Zeit Brückengeld und Akzise, also Stadtzoll auf Waren aller Art eingezogen. Andere Brücken jüngeren Datums hatten vor allem den Sinn, Freizeiträume zu erschließen (Mattenklodtsteg) oder den Zugang zu einer Produktionsstätte zu ermöglichen (Hille, Oststraße). Der Spaziergang führte an einer Brücke für die Weihe (Bahnhof) entlang zur imposanten und lang erwarteten Eisenbahnbrücke am Südertor, deren Bauvorbereitung eine Bohlenbrücke aus dem 18. Jahrhundert zutage förderte.

 

April 2015 - 150 Jahre Max und Moritz - Ein Vortrag von Claus-Ulrich Ahl

Vortrag von Claus-Ulrich Ahl über 150 Jahre Max und Moritz.
Die beiden Schwerenöter gehören zur deutschen Kindheit und ihrem Erzählschatz, seit sie vor 150 Jahren erfunden wurden. Leben und Werk ihres Schöpfers, Wilhelm Busch, ebenso wie berühmte Gedichte aus seiner Feder waren Schwerpunkte eines unterhaltsam gestalteten Vortrags, der am Donnerstag, dem 26. März 2015 im Stadtarchiv Lippstadt stattfand.

 

Stadtspaziergang Januar 2015 - Metzgeramtshaus

Am Samstag, den 10. Januar, folgten ca. 60 Personen der Einladung des Geschäftsführenden Richtmanns des Metzgeramts Lippstadt, im Rahmen eines Stadtspaziergangs mit dem Heimatbund das Amtshaus zu besichtigen.
Nach fast fertiger Renovierung kann die alte Zunft nun aufatmen, denn der Anbau, der aus dem Jahre 1680 datiert und als recycletes Haus von den Metzern an ihr eigentliches Amtshaus angefügt wurde, ist nun runderneuert. Friedrich Wilhlem Hülsemann schilderte die spannende Suche nach Ursachen der baulichen Probleme, die Bemühungen um eine solide Finanzierung der Vorhaben und erläuterte dann die vielen Details, die bei der Renovierung der alten Bausubstanz zu beachten waren.

Die kleine Amtsstube ist noch nicht fertig, konnte aber auch mit den über 100 Jahre alten Malereien gesichert werden. Rund um die besonderen Bräuche der Lippstädter Metzger wurde dann noch ein wenig aus dem Nähkästchen bzw. der Amtstruhe geplaudert.

 

November 2014 - Vortrag: Lippstädter Freiwillige in der westfälischen Landwehr 1813-15

Mit Gott (und Biss) für König und Vaterland
Lippstädter Freiwillige in der westfälischen Landwehr 1813-15
Vortrag im Stadtarchiv Lippstadt am Mittwoch, den 12. November 2014
Auch Lippstädter kämpften in einem Landwehr-Regiment gegen die französischen Truppen, die Napoleon mobilisiert hatte. Dr. Dirk Ziesing hielt vor Mitgliedern und Gästen des Heimatbundes Lippstadt einen Vortrag über die westfälische Landwehr. Die „Kerls wie aus Eisen“ waren gut ausgerüstet, es waren sogar recht viele berittene Soldaten dabei, eine Lippstädter Besonderheit.
Die Schicksale einzelner Soldaten verfolgte Dr. Ziesing und wertete Quellen aus Stadt- und Kirchenarchiven aus. Den Biss brauchten Soldaten wie Gustav Kellerhaus oder Franz Fabro, um die Gewehrpatronen abbeißen zu können. Ohne Schneidezähne konnte Mann also nicht mitkämpfen. Die Lippstädter waren so entschlossen, sich gegen Napoleon zu wehren, dass sie mit einer Spendensammlung die Ausrüstung eines nicht begüterten aber kampfwilligen Soldaten finanzierten. Den zurückgekehrten Soldaten winkte eine Stelle im öffentlichen Dienst. Auch nach dem Kriegseinsatz waren sie eine vernetzte und verwandtschaftlich verbundene Gruppe, die das politische und wirtschaftliche Leben in Lippstadt und in anderen Orten mitbestimmte.
Die Forschungsarbeiten von Dr. Ziesing werden demnächst ihren Niederschlag in einer Veröffentlichung finden, die sicher auch in Lippstadt auf interessierte Leser trifft.

 

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