Programm

Datum:   09.09.2017
Uhrzeit:   14:00 Uhr

Treffpunkt: Bürgerbrunnen
Leiter/in: Ulrich Bökenkamp und Dr. Marlies Wigge
Stadtspaziergang: Lippstadt nach der Reformation - Hausinschriften in Lippstadt

Lippstadt wurde nach 1517 allmählich eine protestantisch geprägte Stadt.
Dies zeigt sich auch in den Hausinschriften, die den BetrachterInnen die Glaubens- und Gedankenwelt des 17. und 18. Jahrhunderts auch heute noch verdeutlichen.
Datum:   06.07.2017
Uhrzeit:   18:30 Uhr

Treffpunkt: Rathaussaal
Leiter/in: Friedhelm Arnoldt
Vortrag und Eröffnung der Ausstellung: 500 Jahre Reformation in Lippstadt
Lippstadt und die Reformation - historische Anmerkungen
Datum:   10.06.2017
Uhrzeit:   14:00 Uhr

Treffpunkt: Kuhmarkt
Leiter/in: Dagmar Bloem und Andree Scheidler
Radtour nach Verne

Das Dorf Verne am Flüsschen Heder ist ein weithin bekannter Wallfahrtsort. In der St. Bartholomäus-Kirche wird seit 1172 – damit die älteste westfälische Wallfahrtstradition – eine romanische Madonna alljährlich von Tausenden Wallfahrern besucht und in Bittprozessionen angebetet. Am Dorfrand liegt in einer großen Parkanlage die Brünneken-Kappelle, ebenfalls ein beliebtes Ziel von Wallfahrern.


Achtung: Die Fahrstrecke beträgt ca. 40 km! Wer mit dem Auto teilnehmen möchte: Treffen 15.30 Uhr an der Kirche in Verne.
Datum:   20.05.2017
Uhrzeit:   7:45 Uhr

Treffpunkt: Nordstraße, Bushaltestelle Medienzentrum
Leiter/in: Günter Kükenshöner, M. A. (Soest), Dr. Marlies Wigge (Lippstadt)
Ganztagsexkursion: „Lippe-Tour“ nach Dorsten und Hünxe

Die Lippe ist der längste Fluss Nordrhein-Westfalens und gewissermaßen auch ein Band, das die Städte Soest und Lippstadt miteinander verbindet. Gemeinsam möchten der Verein für Geschichte und Heimatpflege Soest e.V und der Lippstädter Heimatbund der Lippe nach Westen folgen und an interessanten Orten Station machen.
In Dorsten erwarten uns Führungen durch das „Jüdische Museum Westfalen“
Die dortige Dauerausstellung präsentiert die jüdische Geschichte Westfalens und gibt anhand von Kultusgegenständen einen Einblick in die jüdische Religion. Außerdem stellt sie jüdische Lebenswege „kleiner Leute“ aus Westfalen vor.
In Hünxe lockt ein Besuch des Otto-Pankok-Museums „Haus Esselt“ mit seinem schönen Garten.
Otto Pankok (1893-1966) gilt als einer der radikalen Künstler der modernen Malerei. Um seinen Motiven gerecht zu werden, lehnte er es ab, sich der Darstellung des äußerlich Schönen in der Malerei, sich den geforderten Stilrichtungen seiner Zeit anzupassen. Schon früh verbannte er auch die Farbe aus seinem Werk. Die Akademie war nicht sein Ort, zwei Anläufe zu studieren brach er ab und wurde Autodidakt. Er arbeitete zurückgezogen und konzentrierte sich auf Motive aus der Natur, die ihm von Kindheit an nah war und auf den Menschen. Hierbei ging es ihm um den Menschen an sich, um seine Kreatürlichkeit und Geworfenheit in die Umstände. Seine Bilder mischen sich später mehr und mehr ein in die sozialen und politischen Zusammenhänge ihrer Zeit. Die Familie lebte in Haus Esselt, das nun ein Museum ist.
Der Bus startet erst in Lippstadt (Treffpunkt in Lippstadt: Nordstraße, Bushaltestelle Medienzentrum, um 7.45 Uhr) und holt danach die Soester Teilnehmer ab ( 8.30 Uhr Treffpunkt Parkplatz Stadthalle Soest).
Kosten: 30 Euro pro Person ( Bus und Führungen)
Anmeldungen an die Geschäftsstelle des Vereins für Geschichte und Heimatpflege Soest e.V., Geschäftsstelle im Stadtarchiv, Jakobistr. 13, 59494 Soest :
Tel.: 02921/66396-14
Fax: 02921/66396-99
E-Mail: stadtarchiv@soest.de



Datum:   06.05.2017
Uhrzeit:   15:00 Uhr

Treffpunkt: St. Annen-Rosengarten Klosterstraße
Leiter/in: Luise Hauswirth und Prof. Dr. Heinrich Münz
Innenstadt-Exkursion: „Vom „Weißen Haus“ zum Lippstädter Innenstadt-Dschungel (Heimatbund und BUND)
Geschichtsreiche Grüninseln, hilfreiche Planungspannen und Wildwuchs retten die Innenstadtnatur

Mit einer kleinen botanisch/historischen Wanderung in der Innenstadt werden geschichtsträchtige Kleinbiotope botanisch und historisch bewertet. Innenstadtbiotopen kommt eine immer größere Bedeutung zu, um die stark bedrohte Insektenwelt in der modernen Industriegesellschaft zu stützen (Insektenabnahme in NRW in den letzten Jahren 70%!). Auf historischem Terrain gewachsene Grüninseln und Rückeroberungen der Natur von Siedlungsbrachen bilden hier wichtige ökologische Bereiche. In der ca. zweistündigen Exkursion werden auf dem stadthistorischen Hintergrund Pflanzengesellschaften, Planungsaspekte und sinnvolle Gartenmodifikationen vorgestellt.

Datum:   26.04.2017
Uhrzeit:   19:00 Uhr

Treffpunkt: VHS-Gebäude Lippstadt, Raum E.36
Leiter/in: Prof. Dr. Peter Heßelmann
VHS-Vortrag: Grimmelshausen und der Dreißigjährige Krieg

Für die Lippstädter ist Simplicius Simplicissimus, der lässig mit einem Musikinstrument in der Hand auf dem Bürgerbrunnen sitzt, ein gewohnter Anblick. Die Figur ist vertraut und die Geschichte des Multitalents im Dreißigjährigen Krieg kennen viele Lippstädter. Die Romanfigur von Grimmelshausen wird im Vortrag eine wichtige Rolle spielen. Einige Episoden des Romans "Der Abenteuerliche Simplicissimus Teutsch" (1668) ereignen sich in Lippstadt. Ein Portrait von Grimmelshausen gibt es nicht. Der aus Gelnhausen stammende Hans Jacob Christoph von Grimmelshausen (1621/22 bis 1676) hat mit seinem "Simplicissimus Teutsch" einen Bestseller geschrieben, der als einziger deutschsprachiger Roman des Barockzeitalters heute zum Kanon der Weltliteratur gehört. Der Erfolgsroman erschien 1668, also 20 Jahre nach Ende des Dreißigjährigen Krieges und da sich große Teile der im Roman erzählten Begebenheiten während dieser Zeit ereignen, liegt es nahe, den Simplicissimus als grandiose literarische Vergegenwärtigung der Kriegsgräuel zu lesen. Der Vortrag bietet einen Überblick über die Biografie des Autors und über dessen Hauptwerk. Aufgrund seiner eigenen Kriegserfahrungen wurde Grimmelshausen zu einem Anti-Kriegsschriftsteller. Es war seine zentrale Erzählintention, die Leser eindringlich vor den Grausamkeiten des Krieges zu warnen und sie an das Gebot christlicher Nächstenliebe zu erinnern. Grimmelshausens Anti-Kriegsroman wird vorgestellt als ein in sozialhistorischer Hinsicht aufschlussreicher und wirkungsvoller Text, der ein umfassendes Bild von gesellschaftlichen Verhältnissen im Barockzeitalter vermittelt und historiographische Schilderungen zu ergänzen vermag.
Der Referent Prof. Dr. Peter Heßelmann hat 1987 im Fach Deutsche Philologie an der Universität Münster mit einer Dissertation über Grimmelshausen promoviert; 1999 folgte die Habilitierung. 2007 wurde er zum Präsidenten der Grimmelshausen-Gesellschaft gewählt. Daneben ist er Vorstandsmitglied der Literaturkommission für Westfalen, Vorstandsmitglied des Droste-Forums sowie Beiratsmitglied der Droste-Gesellschaft.
Telefonische Anmeldung (Volkshochschule Lippstadt: 02941/28950) zur besseren Planungssicherheit bis Mittwoch, 19.04.17 erforderlich.
Datum:   04.04.2017
Uhrzeit:   19:00 Uhr

Treffpunkt: Wasserturm
Leiter/in: Jürgen Leimeier
Besichtigung: Lichtkunst im Wasserturm

Der Wasserturm war einmal Lippstadts höchstes Gebäude und ist ein Wahrzeichen der Stadt. Im Jahr 1901 wurde das Bauwerk in Betrieb genommen und versorgte Lippstadt fast 80 Jahre mit Trinkwasser. Heute ist der Turm nach der Renovierung ein Industriedenkmal.
In dem Turm wurde eine Lichtsäule installiert, die oben in einer gleißenden Illusion, in einer Wolke oder einem Hochnebel endet. Der Wasserturm wird somit zu einem endlos erscheinenden Wolken/Sonnen-Lichtturm. Zugleich verbindet der Künstler die Lichtsäule mit einer Klangkulisse.

Datum:   11.03.2017
Uhrzeit:   14:00 Uhr

Treffpunkt: Bürgerbrunnen
Leiter/in: Heinz-Ulrich Heße
Stadtspaziergang: Alte Möbel (wieder-) beleben

Beim Besuch bei dem Restaurator Hubert Fechtelkord erfahren wir Wissenswertes über seinen Beruf. Der gelernte Tischler und Holzbildhauer restauriert seit 20 Jahren antike Möbel in Lippstadt. Sein Motto: In alten Möbeln steckt immer noch Leben. An Beispielen zeigt er, was heute möglich ist. IKEA und Co ist nicht alles!

Datum:   22.02.2017
Uhrzeit:   19:30 Uhr

Jahreshauptversammlung im Rathaussaal
Die Tagesordnung wird in der örtlichen Presse bekannt gegeben.
Datum:   11.02.2017
Uhrzeit:   14:00 Uhr

Treffpunkt: Nordeingang Musikschule Südstraße
Leiter/in: Marlene Schlömer und Dr. Marlies Wigge
Stadtspaziergang: 50 Jahre Musikschule

Viele LippstädterInnen haben ihre musikalische Früherziehung durch die Musikschule erhalten. An verschiedenen Standorten brachten geduldige MusiklehrerInnen ihnen die Flötentöne bei oder weihten sie in die Geheimnisse des Klavierspielens ein. Wir treffen uns am Standort Musikschule im Wohnpark Süd, in dem seit den neunziger Jahren Kinder und Erwachsene lernen, spielen und Aufführungen vorbereiten. Wir lassen auch die Jahre am alten Standort in der alten Marienschule, Fleischhauerstraße, Revue passieren. Herr Michael Ressel, Leiter der Musikschule, wird zum aktuellen Stand der musikalischen Angebote und Perspektiven berichten und auch einen Einblick in Übungsräume, wie den Schlagzeugraum anbieten.
Datum:   14.01.2017
Uhrzeit:   14:00 Uhr

Treffpunkt: Bürgerbrunnen
Leiter/in: Dr. Marlies Wigge und Ulrich Bökenkamp
Stadtspaziergang: Kirchenfenster - Lichtquelle und Glaubenszeugnis

Die Kirchen in Lippstadt haben im Laufe der Zeit des Öfteren neue Fenster erhalten, nach einfachen Klappläden zu Beginn waren dies bunte Fenster, die mit den Elementen Farbe und Licht auch Themen des Glaubens in einer vielfältigen Bildersprache vermittelten. In der Nicolaikirche erzählen die Kirchenfenster die Geschichte dieser alten Kirche und ihrer Abpfarrungen. Die alten Fenster sind manchmal nur noch in Fragmenten (alte Marienschule) erhalten oder wurden im 19. Jahrhundert ersetzt. In der Marienkirche treffen wir auf einen Stilmix und können die Reste der "Reformationsfenster" bewundern.
Datum:   13.12.2016
Uhrzeit:   19:00 Uhr

Treffpunkt: Stadtarchiv Soeststraße
Leiter/in: Prof. Dr. Heinrich Münz
Vortrag: „Von Lippstadt in den neuen Himmel“

Zum 475. Geburtstag von David Ben Salomon Gans
In Lippstadt 1541 geboren, spielte David Gans als jüdischer Gelehrter im Prag des späten 16. Jahrhunderts eine interessante Rolle im Zusammenhang mit der kopernikanischen Zeitenwende. Gans repräsentiert den mutigen fortschrittlichen Geist in einer Zeit, als Grundfesten im Verständnis menschlichen „Seins“ erschüttert wurden. Durch den wissenschaftlichen Aufbruch in neue kosmische Erkenntnisse schwankte das traditionelle Weltbild. Es wurden massive gesellschaftliche Turbulenzen erzeugt, die noch heute spürbar sind. Mit David Gans besitzt Lippstadt in seiner historischen Schatzkiste eine außer- gewöhnliche Persönlichkeit, die in der europäisch-jüdischen Geistesgeschichte von großer Bedeutung ist. Viele Aspekte seines Lebensweges besitzen auch in der Moderne Relevanz und lohnen eine Erinnerung.
Datum:   12.11.2016
Uhrzeit:   14:00 Uhr

Treffpunkt: Bürgerbrunnen
Leiter/in: Dr. Marlies Wigge und Barbara Birkert
Stadtspaziergang: Ein Mann – ein Plan

Johann Peter Roscher kartiert die Stadt Lippstadt und ihr Umland.
Wenn ein Mathematiklehrer und Kantor wie Roscher sich daranmacht, die Stadt Lippstadt zu kartieren, dann entstehen detailreiche und sehr genaue Pläne, die seit dem Ende des 18. Jahrhunderts in Lippstadt gehütet werden. Das Prunkstück, der Roscher-Plan, entstand 1776 und ist immer noch richtungsweisend für Fragen zum Erscheinungsbild historischer Bauten.

Datum:   08.10.2016
Uhrzeit:   14:00 Uhr

Treffpunkt: Bürgerbrunnen
Leiter/in: Jörg Zitzmann und Friedrich Hülsemann
Stadtspaziergang: Denkmalschutz

Auch die Stadt Lippstadt kommt Ihrer Verpflichtungen im Rahmen des Denkmalschutzes insbesondere in der Innenstadt nach.
Dabei stehen die Vorgaben des Denkmalschutzgesetzes im Kontext zur Finanzierbarkeit, z.B. bei der Sanierung eines Gebäudes und den Interessen der am Objekt beteiligten Eigentümer, Planer und Nutzer.
Bei einem Rundgang durch die Innenstadt werden einige Häuser näher vorgestellt (z.B. Metzgeramtshaus) und die Problematik fachkundig erklärt.

Datum:   10.09.2016
Uhrzeit:   14:00 Uhr

Treffpunkt: Kuhmarkt
Leiter/in: Andree Scheidler
Radtour zum Heimathof nach Erwitte

Ziel unserer Radtour ist eine vom Heimatverein Erwitte aufgebaute Ausstellung zum Thema „Landwirtschaft der letzten 100 Jahre“. Auf über 5.000 qm werden vom Ackerwagen über Dreschkasten, Milchzentrifuge und Traktor mehrere hundert liebevoll restaurierte Exponate gezeigt. Die Maschinen und Geräte stammen alle aus Erwitte und Umgebung und zeigen von der Milcherzeugung über den Acker- und Getreideanbau die ganze Bandbreite der heimischen Landwirtschaft. Auf dem Rückweg ist noch eine kleine Pause in einer idyllischen Gastwirtschaft eingeplant.

Datum:   13.08.2016
Uhrzeit:   14:00 Uhr

Treffpunkt: Kuhmarkt
Leiter/in: Wolfgang Schulte-Steinberg
Radtour: Kirchspiel Horn (Teil 2)
Diese Tour beinhaltet die Sehenswürdigkeiten im Kirchspiel Horn, die bei der letzten Fahrt aus Zeitmangel nicht mehr besucht werden konnten (Kirche in Horn und jüdischer Friedhof).
Datum:   09.07.2016
Leiter/in: Dagmar Bloem
Tagesfahrt nach Warendorf: Lebendiges Kulturgut – Landgestüt NRW

Das Nordrhein-Westfälische Landgestüt hat eine große Tradition und blickt inzwischen auf eine 190-jährige Geschichte zurück. Bereits 1826 wurde es auf Wunsch der Züchter Westfalens und der Rheinprovinz gegründet und war damit das erste Preußische Landgestüt im Westen. Seit 1968 ist die Deutsche Reitschule dem Landgestüt Warendorf angegliedert. Sie bietet Fortbildungs- und Prüfungslehrgänge für Berufsreiter und Turnierfachleute an. Nach der Führung durch das Gestüt ist am frühen Nachmittag eine Stadtbesichtigung mit Einkehr vorgesehen.
Kosten und Abfahrtszeiten werden zeitnah in der örtl. Presse bekannt gegeben.

Datum:   11.06.2016
Leiter/in: Barbara Birkert und Prof. Dr. Heinrich Münz
Tagesfahrt zum Kloster Marienfeld und zur Burg Rheda

Im Zeichen der Rose – Einem mittelalterlichen Krimi auf der Spur.
Westfälische Adlige begangen als Anhänger des Sachsenherzogs Heinrich des Löwen einen verhängnisvollen Mord. In der Liste der Tatverdächtigen tauchen auch die Namen unseres Stadtgründers Bernhard II. und seines Cousins Widukind von Rheda auf.
Grund genug für uns, um an den Tatorten die Ermittlungen aufzunehmen.
Führungen im Kloster und der Burg, ein kleiner Stadtspaziergang und eine Mittagspause in der Altstadt von Rheda sind eingeplant.
Kosten und Abfahrtszeiten werden zeitnah in der örtl. Presse bekannt gegeben.

Datum:   04.06.2016
Leiter/in: Friedhelm Arnoldt
Symposium „Westfalen im Baltikum“

Wer bislang der Ansicht war, dass der Stadtgründer Lippstadts, Bernhard II. zur Lippe, der einzige aus der Geschichte herausragende Adelige aus den westfälischen Gefilden rund um Lippstadt war, der machtpolitische Ambitionen in Richtung Baltikum hatte und diese dort auch umsetzte, der hat einige Persönlichkeiten nicht wahrgenommen, die ebenfalls im Umkreis von Lippstadt gebürtig waren und in der Geschichte des Baltikums eine nicht unwesentliche Rolle gespielt hatten:
Heinrich von Bökenförde (auch genannt ‘von Schüngel’) war livländischer Landmeister des Deutschritterordens von 1435 bis 1437). Er stammte aus einer Familie, die seit dem dreizehnten Jahrhundert in unserem unmittelbaren regionalen Umfeld (wie der Name ja sagt) ansässig war. Heinrichs historische Verdienste bestehen darin, dass er interne Konflikte Livlands sowie Querelen mit den litauischen Nachbarn beilegen konnte.
Wolter von Plettenberg, geboren auf Burg Meyerich in Welver, einer der herausragenden livländischen Landmeister, widerstand im 16. Jahrhundert der machtpolitischen und militärischen Bedrohung, der der Ordensstaat durch den Moskowiter Großfürsten Iwan III. ausgesetzt war. Darüber hinaus moderierte er den durch die Reformation ausgelösten Übergang des Ordensstaates zum Protestantismus auf friedliche Weise.
Gotthard von Kettler (Ketteler) der letzte livländische Landmeister, stammte aus der Neu-Assener und Hovestädter Linie seines Geschlechtes und ist aller Wahrscheinlichkeit nach in Eggeringhausen geboren. Er setzte in der Periode des Zerfalls des Ordensstaates auf die polnische Karte und wurde vom König in Warschau mit Kurland belehnt. Er begründete die kettlersche Herzogsdynastie, die bis ins 18. Jahrhundert in Kurland Bestand hatte. Unter seinen Nachfolgern entstand hier ein zwar kleiner, aber doch agiler merkantiler Staat, der sich lange gegen die umliegenden Großmächte (Russland, Sachsen-Polen und Schweden) durchsetzen konnte.
Diese hier angedeuteten Entwicklungslinien nachzuspüren, historisch-wissenschaftlich zu erörtern und durch wesentliche Aspekte der westfälischen Einflüsse in den baltischen Stadtgesellschaften und dem Kulturleben dieser Region zu ergänzen, soll nun Aufgabe eines eintägigen Symposiums sein, welches von der Hansegesellschaft Lippstadt und dem Fachdienst ‘Kultur und Weiterbildung’ der Stadt unter Mitarbeit des Heimatbundes am 04.06.2016 durchgeführt werden soll.
Als Tagungsort ist vorläufig die Kapelle in der Stadtbücherei vorgesehen. Falls der Anmeldungsrücklauf auf eine größere Teilnehmerzahl hinweist, wird eine räumliche Alternative zur Verfügung stehen, die dann rechtzeitig bekannt gegeben wird.


Tagungsort und Zeit werden in der örtlichen Presse bekannt gegeben.